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Ellerbacher

 

Burkhard von Ellerbach

Das Gebiet um Laupheim wurde sehr früh besiedelt. Archäologische Funde belegen, dass Nomadenstämme vor 15.000 Jahren hier unterwegs waren. Die Kelten siedelten sich 2000 v. Chr. an. Bis 260 gehörte das Gebiet zur römischen Provinz Raetien, danach kamen die Alemannen. 778 wird "Louphaim" als Hauptort und Gerichtsstätte im sogenannten "Rammachgäu" erstmals genannt. Die Urkunde liegt noch heute im Klosterarchiv St. Gallen. Schon im 10. Jahrhundert besitzt der Ort eine Pfarrkirche. 926 zerstören ihn die Ungarn.

Nach dem Zusammenbruch des Stauferreichs geht der Ort in den Besitz der Herren von Waldsee über, die ihn 1331 an das österreichische Haus Habsburg verkaufen. Dieses verpfändet Haus und Hof 1362 an die Herren von Ellerbach. 1445 lassen sie die Leonhard-Kapelle bauen, sie wird sehr bald Wallfahrtsstätte. Von Kaiser Sigismund erhält Burkhard von Ellerbach 1484 das Marktrecht und die Hohe Gerichtsbarkeit. Der Ortsherr kann nun selbständig über Leben und Tod urteilen. Laupheim wird durch Wochen- und Gallusmarkt wirtschaftlicher Mittelpunkt.


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