Aktuelles: Laupheim

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Autor: Nicole Hentschke
Artikel vom 12.09.2022

Irene Butter besucht Laupheim

Als Erinnerung an diesen Besuch trug sich Irene Butter in das goldene Buch der Stadt ein.

Am Dienstag, dem 6. September besuchte Irene Butter Laupheim. Irene Butter gehört zu den letzten Zeitzeuginnen des Holocausts. Die jüdische Familie musste 1937 nach Amsterdam fliehen, wurde jedoch 1943 deportiert und musste ab 1944 im Konzentrationslager Bergen-Belsen Zwangsarbeit leisten. 1945 konnte die Familie das Lager verlassen, jedoch stirbt der Vater, John Hasenberg, auf der Zugreise in die Schweiz. In Biberach muss die Familie die Reise ohne den Vater fortsetzen. John Hasenberg letzte Ruhestädte ist der jüdische Friedhof in Laupheim. Irene Butter reist in die USA aus, wo sie später eine Familie gründet und als Wirtschaftsprofessorin tätig ist. Später beginnt sie Vorträge in Gedenkstätten, Schulen und Universitäten zu halten, um junge Menschen über den Holocaust sowie dessen Hintergründe aufzuklären. Anhand ihrer eigenen Geschichte sensibilisiert sie die nachkommenden Generationen und ist eine Brückenbauerin zwischen dem Damals und Jetzt. Der Besuch in Laupheim war bereits für 2020 geplant, konnte pandemiebedingt erst jetzt erfolgen. „Es ist mir eine ganz große Ehre, dass ich Sie als Oberbürgermeister hier in Laupheim begrüßen darf. Dieser Besuch ist sowohl für mich als auch die Stadt Laupheim eine Herzensangelegenheit und wir freuen uns, mit Ihnen eine Vermittlerin der Geschichte begrüßen zu dürfen“, sagt Oberbürgermeister Ingo Bergmann. „Ich bin hoch erfreut, heute hier sein zu dürfen“, freut sich Irene Butter. Sie war bereits vor einer Woche in Deutschland angekommen und hatte eine Vielzahl an Terminen absolviert. Auch diese standen ganz im Sinne der Vermittlung des Erlebten und der Erinnerungsarbeit. So hielt sie in Hamburg einen Vortrag vor Studierenden, trat in der Fernsehsendung „DAS!“ auf und traf die Schülerinnen, mit denen sie gemeinsam für das Format „funk“ den Podcast „Zeitkapsel – Irene, wie hast du den Holocaust überlebt?“ einsprach. Auch stellte sie ihr Buch „Wir hatten Glück, noch am Leben zu sein“, welches letzte Woche auf Deutsch erschien, vor. „Es ist nun das sechste Mal, dass ich hier in Laupheim bin. Erneut nach Deutschland zu reisen war immens wichtig für mich, denn ich hatte genau drei bedeutende Ziele: Ich wollte mit den Schülern und Studierenden sprechen, mein Buch auf Deutsch vorstellen und vor allem das Grab meines Vaters in Laupheim besuchen“, erzählt Irene Butter. Als Erinnerung an diesen Besuch trug sich Irene Butter in das goldene Buch der Stadt ein.

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