Aktuelles: Laupheim

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Aktuelles
Autor: Nicole Hentschke
Artikel vom 24.10.2022

4. Krähengipfel der Städte Riedlingen, Laupheim und Bad Waldsee

Die Abteilung Grünflächen aus Bad Waldsee stellte einen weiteren Lösungsansatz speziell für die Stadt Bad Waldsee vor.

Am Freitag, dem 14. Oktober trafen sich die Kommunen Riedlingen, Laupheim und Bad Waldsee zu vierten Mal um über die gemeinsame Krähenproblematik zu beraten. An diesem Treffen nahmen auch die Erste Bürgermeisterin Eva-Britta Wind sowie Ulrike Stöhr vom Amt für Tiefbau und Umwelt teil. Die Abteilung Grünflächen aus Bad Waldsee stellte einen weiteren Lösungsansatz speziell für die Stadt Bad Waldsee vor.

In Zusammenarbeit mit der Unteren Naturschutzbehörde Ravensburg und Experten des BUND werden in Bad Waldsee in den nächsten Wochen speziell Ansitze und Nisthilfen für die natürlichen Konkurrenten der Saatkrähen angebracht. Dadurch soll eine natürliche Revierkonkurrenz ermöglicht und auf diese Art und Weise gegen die ständig steigende Zahl der Tiere vorgegangen werden. „Wir erhoffen uns durch diese Maßnahmen eine natürliche Regulierung der Bestände. Schon jetzt beobachten wir das die Anzahl dieser Konkurrenten zunimmt. Wenn wir es schaffen, die Zahl der Falken, der Bussarde und der Rotmilane – zu Ungunsten der Saatkrähen – zu erhöhen, können wir zumindest im Rahmen unserer rechtlichen Möglichkeiten etwas tun“, erklärt Armin Brutschin vom Fachbereich Bauen und Stadtentwicklung der Stadt Bad Waldsee. Eine weitere Maßnahme sieht vor, dass zusätzlich sogenannte Marderbrücken, den Mauswieseln und den Mardern der Zugang in die Baumkronen erleichtern sollen. „Einen Versuch ist es auf jeden Fall Wert. Es bleibt ja dabei das Vergrämungen bereits am Vergrämziel scheitern. Jetzt müssen wir da eben mit kreativen Mitteln ran“, führt Armin Brutschin aus.  

Neben der jeweiligen Situation vor Ort wurde auch über die verschiedenen Herausforderungen sowie Lösungsansätze gesprochen. So werden in Laupheim und Riedlingen weiterhin andere Ansätze verfolgt. Die Problematik ist aber in den Städten durchaus verschieden, was jedoch die Chance bietet, in den nächsten Monaten den besten Maßnahmen-Mix zu erarbeiten. „Dieser enge und rege Austausch zwischen den Städten ist äußerst bedeutsam. Denn auch wenn sich die Situation vor Ort unterscheidet, werden dabei wichtige Impulse und Möglichkeiten aufgezeigt, die bei dieser Thematik weiterhelfen könnten“, sagt Erste Bürgermeisterin Eva-Britta Wind.  

Auch der Landesbauernverband und der Landesjagdverband waren anwesend und haben sich fachlich konstruktiv in die Debatte eingegliedert. Ein betroffener Landwirt stellte seine Situation im Raum Laupheim eindrücklich dar. Ganze Abschnitte seiner Saatflächen werden von den Saatkrähen abgeräumt. Es entsteht erheblicher finanzieller Schaden durch Saatgut und Ernteverlust. Der Landesjagdverband wies nochmals auf das Jagdrecht und die Problematik beim Unterscheiden der bejagbaren Rabenkrähen und der nicht bejagbaren Saatkrähe hin. Auch aus diesem Bereich gab es Lösungsansätze, welche durchaus weiterverfolgt werden.

Ebenfalls anwesend waren Herr Norbert Lins aus dem Europaparlament und Herr Klaus Burger aus dem Landtag Baden-Württemberg, sowie Vertreter der Landratsämter Biberach und Ravensburg. Unter Moderation von Herrn OB Henne wurden Forderungen und Lösungsansätze zusammengefasst und das weitere Vorgehen besprochen. Die Ansätze sollen schnell umgesetzt werden. Wichtig sei allerdings, dass auch die Bürgerinnen und Bürger für das Thema sensibilisiert werden.  „Für Bad Waldsee gilt: Jeder Ansitz, auch von privater Seite, wie z.B. jede Nisthilfe für Konkurrenten der Saatkrähen, sollten ausgeschöpft werden. Und generell ist es ganz wichtig, Fütterungen dringend zu unterlassen und potenzielle Nahrungsquellen zu vermeiden“, betont Armin Brutschin.

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