Der Carl Laemmle Produzentenpreis 2026 geht an Michael Souvignier für „eine Produzentenhaltung, die auf inhaltliche Überzeugung und Eigenverantwortung setzt“
Der Carl Laemmle Produzentenpreis 2026 geht an den Produzenten Michael Souvignier. Als erster eigenständiger deutscher Preis zeichnet der von der Produktionsallianz gemeinsam mit der Stadt Laupheim verliehene Carl Laemmle Produzentenpreis seit 2017 die Verdienste bedeutender Produzentenpersönlichkeiten aus und ehrt damit zugleich die besondere Leistung aller Produzent:innen im kreativen und wirtschaftlichen Prozess des Filmschaffens. Die Preisverleihung findet am 18. September 2026 in Laupheim statt.
Die Jury des Carl Laemmle Produzentenpreises 2026 mit Birgit Schulz (Bildersturm Filmproduktion), Nurhan Şekerci-Post (Constantin Film), Knut Kremling (Banijay Germany) und Festivalleiterin Helga Reichert (Filmtage Oberschwaben) ehrt Michael Souvignier als „einen Preisträger mit einem klaren politischen Profil, mit einem starken Standing und mit einem enormen Durchhaltevermögen über eine lange Zeit. Sein Gesamtwerk steht exemplarisch für eine Produzentenhaltung, die auf inhaltliche Überzeugung und Eigenverantwortung setzt.“
In der Jurybegründung heißt es u.a. weiter: „Im Laufe von mehr als 40 Jahren produzentischen Schaffens hat Michael Souvignier ein außergewöhnlich breites und konsequentes Werk herausgebracht, wofür er nahezu jede filmische Form genutzt hat: Spielfilme, Dokumentarfilme, Serien – fürs Kino und fürs Fernsehen.“
Die Preisverleihung findet am 18. September 2026 im festlichen Ambiente des Schlosses Großlaupheim statt. Laupheim ist die Geburtsstadt Carl Laemmles und zieht mit der Preisverleihung jährlich über 400 prominenten Gäste aus Filmbranche, Politik, Wirtschaft und Medien an. Die feierliche Gala und der anschließende Empfang bieten neben der Ehrung der Preisträger:innen auch Raum für inspirierende Gespräche, Begegnungen und das Knüpfen neuer Kontakte.
Weitere Informationen zum Preisträger Michael Souvignier
Neben anfänglichen Regiearbeiten für non-fiktionale TV-Formate (z. B. „Talk im Turm“) und Werbespots wandte sich Michael Souvignier immer mehr der Arbeit als Produzent zu. 1985 gründete er die Produktionsfirma Zeitsprung Pictures, die er bis heute als Gesellschafter, Geschäftsführer und Produzent leitet. Mit Fernsehfilmen wie „Die Mädchenfalle – Der Tod kommt online“ etablierte er Zeitsprung Pictures am deutschen Film- und TV-Markt. Ein besonderer Erfolg gelang ihm mit dem Sat.1-Zweiteiler „Das Wunder von Lengede“, der insgesamt 11 Millionen Zuschauern eine der erfolgreichsten Event-Produktionen im deutschen Fernsehen war. Für mediales Aufsehen sorgte der Film „Contergan“ über die Auswirkungen des in den 1960er Jahren verbreiteten Schlafmittels, dessen Ausstrahlung durch eine einstweilige Verfügung verhindert wurde. Der folgende Rechtsstreit führte im Ergebnis nicht nur zu einem mehrfach preisgekrönten Film und hervorragenden Zuschauerquoten, sondern löste in der ARD eine Themenwoche mit Talkshows und Dokumentationen aus. 2010 wurde Michael Sozvignier mit dem Grimme Preis ausgezeichnet. Im Jahr 2022 gewann er für die Produktion von Andreas Kleinerts Filmbiografie „Lieber Thomas“ den Deutschen Filmpreis. Zu der über 40-jährigen Erfolgsgeschichte der Zeitsprung Pictures zählen zudem internationale Streamingproduktionen wie „Kleo“ (2022, 2024) und international erfolgreiche Kinohits wie der „Der Medicus 2“ (2025).


