Preisträgerinnen und Preisträger
Der Carl Laemmle Produzentenpreis wurde erstmals im Jahr 2017 anlässlich des 150. Geburtstags des Filmpioniers und Erfinders von Hollywood Carl Laemmle durch die Produktionsallianz gemeinsam mit Carl Laemmles Geburtsstadt Laupheim ins Leben verliehen. Seither wurden zahlreiche renommierte Persönlichkeiten der deutschen Filmbranche ausgezeichnet: Roland Emmerich (2017), Regina Ziegler (2018), Stefan Arndt (2019), Prof. Nico Hofmann (2020), Dr. Gabriela Sperl (2022), Thomas Kufus (2023), Martin Moszkowicz (2024) sowie Gabriele M. Walther (2025) gehören zu den Preisträger:innen, die mit ihrem Lebenswerk und ihren wegweisenden Beiträgen zum deutschen und internationalen Filmschaffen in Erinnerung bleiben.
Preisträgerin 2025
Preisträgerin 2025
Als erster eigenständiger deutscher Preis zeichnet der von der Produktionsallianz und der Stadt Laupheim verliehene Carl Laemmle Produzentenpreis seit 2017 die Verdienste bedeutender Produzentenpersönlichkeiten aus und ehrt damit zugleich die besondere Leistung aller Produzent:innen im kreativen und wirtschaftlichen Prozess des Filmschaffens. Der Carl Laemmle Produzentenpreis 2025 geht an die Produzentin und Drehbuchautorin Gabriele M. Walther. Erstmals in diesem Jahr kamen die Nominierungen für den Ehrenpreis aus den Sektionen der Produktionsallianz. Die Preisverleihung findet am 19. September 2025 in Laupheim statt.
Die mit den Produzent:innen Wiebke Andresen (Letterbox Film), Christian Beetz (Beetz Brothers Film) und Jean-Young Kwak (Amalia Film) sowie Moderator Louis Klamroth („Hart aber fair“) und Filmmäzen Adrian Kutter Gründer Biberacher Festspiele) hochkarätig besetzte Jury ehrt Gabriele M. Walther „für ihre außergewöhnliche Vielseitigkeit, ihren unternehmerischen Mut und ihren prägenden Beitrag zum deutschen Animationsfilm.“ Die Jury würdigt damit eine Produzentin, „die mit Pioniergeist, kreativer Kraft und der Förderung von Frauen in der Medienbranche den Geist Carl Laemmles in besonderer Weise weiterträgt.“
Die Preisverleihung findet am 19. September 2025 im festlichen Ambiente des Schlosses Großlaupheim statt. Laupheim ist die Geburtsstadt Carl Laemmles und zieht mit der Preisverleihung jährlich über 400 prominenten Gäste aus Filmbranche, Politik, Wirtschaft und Medien an. Die feierliche Gala und der anschließende Empfang bieten neben der Ehrung der Preisträger:innen auch Raum für inspirierende Gespräche, Begegnungen und
das Knüpfen neuer Kontakte.
Zur Preisträgerin
Gabriele M. Walther ist geschäftsführende Gesellschafterin der Caligari Film- und Fernsehproduktions GmbH. 1984 gründete sie zusammen mit Ulrich Edel die Ulrich Edel Film Produktion. Mit der Gründung der Caligari Film- und Fernsehproduktions GmbH 1986 setzte sie ihre unternehmerische Karriere mit dem Schwerpunkt Comedy und Animation fort. Sie produzierte zahlreiche publikumswirksame Comedyserien, Kinderfilme, Kinodramen und Dokumentationen. Im Segment Animation ist sie mit Produktionen wie „Der Kleine Drache Kokosnuss“, „Ritter Rost“, „Prinzessin Lillifee“ und „Felix“ eine der Marktführerinnen in Deutschland. Gabriele M. Walther setzt nicht nur als Geschäftsführerin und Gesellschafterin der Caligari Film- und Fernsehproduktion erfolgreich Maßstäbe, sie engagiert sich zudem mit Nachdruck für die Förderung und die Interessen von Frauen in der Film- und
Fernsehbranche. Anlässlich der Veröffentlichung der u.a. von ihr initiierten „Produzentinnenstudie“ kritisierte sie einmal mehr die strukturelle Benachteiligung von Produzentinnen. Mit dem von ihr gegründeten Event MEDIVA bringt Gabriele M. Walther seit 2018 Entscheiderinnen der Medienbranche zusammen und schafft einen Ort von Frauen für Frauen mit wechselnden Schwerpunkten und Gästen aus Politik, Kultur, Wissenschaft und Film.
Preisträger 2024
Preisträger 2024
Martin Moszkowicz wird am Donnerstag, den 16. Mai, im Rahmen einer feierlichen Gala mit dem Carl Laemmle Produzentenpreis 2024 ausgezeichnet. Der von der Allianz Deutscher Produzenten – Film & Fernsehen e.V. (Produzentenallianz) und der Stadt Laupheim verliehene Produzentenpreis ehrt Martin Moszkowicz für sein Lebenswerk. Die Auszeichnung würdigt sein vielseitiges, eindrucksvolles Gesamtschaffen als Produzent von zahlreichen national und international erfolgreichen Spielfilmen und Fernsehproduktionen – darunter FACK JU GÖHTE, DIE PÄPSTIN, DER GOTT DES GEMETZELS,
THOSE ABOUT TO DIE, DER FALL COLLINI, DIESES BESCHEUERTE HERZ, DIE DREI MUSKETIERE, RESIDENT EVIL und MONSTER HUNTER. Der Produzentenpreis ist mit 40.000 Euro dotiert und wird in der Carl Laemmle Geburtsstadt Laupheim vor geladenen Gästen aus Film, Politik und Wirtschaft überreicht. Martin Moszkowicz wurde einmütig durch die zehnköpfige Jury zum diesjährigen Preisträger ernannt. In der Jurybegründung heißt es: „Ganz in der Tradition des Namensgebers Carl Laemmle steht Martin Moszkowicz für die internationale Ausrichtung der ‚fünften Kunst‘. Er verbindet hohen künstlerischen Anspruch mit wirtschaftlichem Sachverstand und Instinkt für kommerzielle Stoffe und weiß Marketing und (Welt-)Vertrieb als unersetzliche Instrumente erfolgreicher Filme hoch erfolgreich einzusetzen.“
Ingo Bergmann, Oberbürgermeister der Stadt Laupheim, bekräftigt: „Martin Moszkowicz prägt die deutsche und internationale Filmlandschaft seit über 40 Jahren. Sein enormes Fachwissen und seine Kenntnisse der Filmbranche, die er als Jurymitglied des Carl Laemmle Produzentenpreises einbrachte, waren in den Anfangsjahren der Preisverleihung von unschätzbarem Wert und haben zum großen
Erfolg der Veranstaltung maßgeblich beigetragen. Sein Lebenswerk und sein Engagement für die Filmbranche verdienen höchste Anerkennung und es freut mich, dass die Stadt Laupheim der Preisverleihung einen glanzvollen Rahmen geben kann.“
Björn Böhning, Geschäftsführer / CEO der Produzentenallianz, über den diesjährigen Preisträger: „Martin Moszkowicz ist eine produzentische Kapazität in Deutschland. Mit außergewöhnlichem Geschick und kluger strategischer Planung hat Moszkowicz maßgeblich dazu beigetragen, die Constantin Film zu einer der führenden Produktions- und Vertriebsgesellschaften weltweit zu machen. Sein untrügliches Gespür für innovative Projekte und seine Fähigkeit, Talente zu entdecken, haben zahlreiche Filme hervorgebracht, die nicht nur kommerziell erfolgreich, sondern auch künstlerisch bedeutend sind. Herzlichen Glückwunsch zu einer Karriere voller Erfolge!“
Zum Preisträger Martin Moszkowicz
Martin Moszkowicz ist Vorstandsvorsitzender der Constantin Film AG und verantwortet neben der Unternehmensführung und -strategie unter anderem die Bereiche Produktion Film, Weltvertrieb, Filmeinkauf, Marketing & Presse sowie Unternehmenskommunikation und Recht. Er engagiert sich seit vielen Jahren für den Filmnachwuchs und leitet seit 2019 als Professor die Abteilung V (Produktion und Medienwirtschaft) der Hochschule für Fernsehen und Film (HFF) in München. Als Produzent, Executive Producer, Co-Produzent hat Martin Moszkowicz zahlreiche national und international erfolgreiche Spielfilme und Fernsehproduktionen verantwortet und war an über 300 Produktionen beteiligt. Während seiner Zeit als Vorstandsvorsitzender entstanden u.a. so erfolgreiche Filme wie MONSTER HUNTER, FACK JU GÖTHE 1-3, DAS PERFEKTE GEHEIMNIS, DER VORNAME, DER NACHNAME, DER FALL COLLINI, die RESIDENT EVIL- und „Eberhofer"-Reihe und erst jüngst die Nibelungenverfilmung HAGEN sowie THOSE ABOUT TO DIE.
Einen herzlichen Dank richten die Veranstalter an die Sponsoren und Fördernden des Carl Laemmle Produzentenpreises 2024. Die Preisverleihung wird ermöglicht durch die freundliche Unterstützung von: Hauptsponsor Kreissparkasse Biberach, Sparkassenverband Baden-Württemberg, VFF – Verwertungsgesellschaft der Film und Fernsehproduzenten mbH, Max Weishaupt GmbH, Rentschler Biotechnologie GmbH, Uhlmann Pac-Systeme GmbH & Co. KG.
Preisträger 2023
Preisträger 2023
Der von der Allianz Deutscher Produzenten – Film & Fernsehen e.V. (Produzentenallianz) und der Stadt Laupheim verliehene Produzentenpreis ehrt Thomas Kufus für sein Lebenswerk.
Berlin/Laupheim, 25. Januar 2023 – Thomas Kufus wird am Freitag, den 26. Mai 2023, in Carl Laemmles Geburtsstadt Laupheim im Rahmen einer feierlichen Verleihung als herausragende Produzentenpersönlichkeit mit dem Carl Laemmle Produzentenpreis 2023 ausgezeichnet. Die Auszeichnung würdigt sein bisheriges, eindrucksvolles Gesamtschaffen als gesellschaftspolitisch aktiver Produzent von zahlreichen, vielfach preisgekrönten Dokumentarfilmen und auch Spielfilmen. Zu seinen Produktionen gehören DER STAAT GEGEN FRITZ BAUER, 24H BERLIN – EIN TAG IM LEBEN, 24H JERUSALEM, MORE THAN HONEY und GERHARD RICHTER PAINTING. Der Preis ist mit 40.000 Euro dotiert.
Bei der traditionellen Preisverleihung im Schloss Großlaupheim wird der renommierte Regisseur Andres Veiel als langjähriger Weggefährte des Preisträgers die Laudatio halten. BLACK BOX BRD, BEUYS und WER WENN NICHT WIR sind Beispiele für die bemerkenswerte Zusammenarbeit der beiden Filmemacher. Durch den Abend führen SWR-Moderatorin Dr. Jana Kübel und Moderator Florian Weber. Zum Festakt werden über 450 geladene Gäste aus Film, Kultur und Wirtschaft erwartet.
Thomas Kufus wurde einstimmig durch die elfköpfige Jury unter Vorsitz des langjährigen Berlinale-Direktors Prof. Dieter Kosslick zum diesjährigen Preisträger ernannt: „Thomas Kufus‘ eindrucksvolles Gesamtschaffen der letzten rund 30 Jahre als kreativer und gesellschaftspolitisch engagierter Produzent verdient unsere besondere Anerkennung durch den Carl Laemmle Produzentenpreis. Seine zahlreichen innovativen Dokumentarfilme, Serien und Spielfilme waren und sind wichtige Beiträge zur Wahrheitsfindung und Impulsgeber für den gesellschaftlichen Diskurs. Thomas Kufus ist ein Möglichmacher, ein Mediator und ein Kundschafter auf der ständigen Suche nach (Zeit-)Geschichten. Er will Filme machen, die einen bleibenden Eindruck hinterlassen, die das Publikum erreichen, es bewegen und zum Nachdenken anregen. Kufus‘ beeindruckende Filmografie belegt, wie engagiertes Kino und Fernsehen wirkungsvoll zu Verständigung und Toleranz beitragen kann.“
Ingo Bergmann, Oberbürgermeister der Stadt Laupheim, bekräftigt: „Mit Thomas Kufus wird ein Produzent geehrt, der uns seit einem Vierteljahrhundert die Augen öffnet für die Lebensweisen, Ansichten und Beweggründe unserer Mitmenschen, der uns Zusammenhänge aufzeigt und historischen Ereignissen Kontext verleiht. Die Wahl der Jury spiegelt die Bedeutung und Wertschätzung dieses Engagements wider. Sein Film DER STAAT GEGEN FRITZ BAUER hat mich persönlich tief beeindruckt und bewegt. Es freut mich sehr, dass die Stadt Laupheim der Preisverleihung zum inzwischen 6. Mal einen festlichen und würdigen Rahmen geben kann“.
Björn Böhning, Geschäftsführer der Produzentenallianz, über den diesjährigen Preisträger: „Thomas Kufus ist innovativ und mutig – zwei Eigenschaften, die schon Carl Laemmle ausgezeichnet haben. Diese Innovationskraft braucht es mehr denn je, um vor allem auch in einer globalen Film- und Fernsehlandschaft erfolgreiche Inhalte produzieren zu können. Revolutionäre Fernsehformate wie GEBURTSSTATION als eine der ersten deutschen Doku-Soaps und 24H BERLIN, ein Großereignis des linearen Fernsehens, in Echtzeit ausgestrahlt, sind organisatorische und damit vor allem auch produzentische Meisterleistungen, die neue Standards gesetzt haben. Neben der politischen Relevanz seiner Filme ist es vor allem sein Grenzen auslotendes Spiel mit der dokumentarischen Form, das Thomas Kufus für mich zu einem herausragenden Produzenten und verdienten Laemmle-Preisträger macht.“
Zum Preisträger Thomas Kufus
Thomas Kufus zählt heute zu den einflussreichsten unabhängigen Produzenten in Deutschland. Er wurde 1957 in Essen geboren und begann seine Karriere als Regisseur (u.a. MEIN KRIEG). In den vergangenen 25 Jahren produzierte er mit der in Berlin ansässigen Produktionsfirma zero one film über 120 Dokumentarfilme, Serien und Spielfilme, darunter preisgekrönte Filme wie Regina Schillings KULENKAMPFFS SCHUHE (Grimme Preis und Deutscher Fernsehpreis 2019), Andres Veiels BEUYS (Deutscher Filmpreis Bester Dokumentarfilm 2018), Anne Zohra Berracheds 24 WOCHEN (Deutscher Filmpreis in Silber 2017), Lars Kraumes DER STAAT GEGEN FRITZ BAUER (Deutscher Filmpreis 2016), Julia Albrechts DIE FOLGEN DER TAT (Grimme-Preis 2016), Markus Imhoofs MORE THAN HONEY (Deutscher Filmpreis 2013 sowie Österreichischer und Schweizer Filmpreis), WESTEN von Christian Schwochow (Deutscher Filmpreis für Jördis Triebel), Corinna Belz’ GERHARD RICHTER PAINTING (Deutscher Filmpreis 2012), Arnon Goldfingers DIE WOHNUNG (Ofir Award), sowie BLACK BOX BRD von Andres Veiel (Europäischer und Deutscher Filmpreis). Darüber hinaus ist er Koproduktions-Partner mehrerer Filme des renommierten russischen Regisseurs Aleksandr Sokurov (u.a. MOLOCH, VATER UND SOHN, FRANCOFONIA). Gemeinsam mit Geschäftspartner und Regisseur Volker Heise realisierte Thomas Kufus wegweisende, dokumentarische Fernsehformate wie 24H BERLIN – EIN TAG IM LEBEN und 24H JERUSALEM (beide Deutscher Fernsehpreis) sowie SCHWARZWALDHAUS 1902. Für 24H JERUSALEM erhielt er den Produzentenpreis der Deutschen Akademie für Fernsehen. Das Format wurde mit den Projekten 24H BAYERN und 24H EUROPA fortgesetzt. Thomas Kufus ist Mitglied der Deutschen Filmakademie. Von November 2009 bis Anfang 2015 war er auch deren Vorstandsvorsitzender.
Einen besonderen Dank richten die Veranstalter an die Sponsoren und Förderer des Carl Laemmle Produzentenpreises 2023. Die Preisverleihung wird ermöglicht mit freundlicher Unterstützung von: Hauptsponsor Kreissparkasse Biberach, Sparkassenverband Baden-Württemberg, VFF – Verwertungsgesellschaft der Film und Fernsehproduzenten mbH / L-Bank – Staatsbank für Baden-Württemberg, Max Weishaupt GmbH, MFG Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg mbH, Rentschler Biotechnologie GmbH, Uhlmann Pac-Systeme GmbH & Co. KG / AutoCenter Benz GmbH, Bund der Selbständigen Laupheim, EnBW Energie Baden-Württemberg, Kässbohrer Geländefahrzeug AG, Laupheimer Unternehmerkreis, Robert Aebi GmbH, Schwall Bauunternehmung GmbH, Volksbank Raiffeisenbank Laupheim-Illertal eG / AxSun Solar GmbH & Co. KG, Carl Laemmle Förderverein e.V., cine plus Production Service GmbH, Erwin Halder KG, Industrie- und Handelskammer Ulm, JERMI Käsewerk GmbH, Markus Barth Logistik GmbH & Co. KG, Matthäus Schmid Bauunternehmen GmbH & Co. KG, Spohn GmbH, Striebel GmbH, Medienpartner: Südwestrundfunk.
Preisträgerin 2022
Preisträgerin 2022
Dr. Gabriela Sperl wird als herausragende Produzentenpersönlichkeit mit dem Carl Laemmle Produzentenpreis 2022 geehrt. Das gaben die Veranstalter, die Produzentenallianz und die Stadt Laupheim, heute bekannt. Damit wird die renommierte Film- und Fernsehproduzentin für ihr bisheriges produzentisches Lebenswerk ausgezeichnet. Der Preis ist mit 40.000 Euro dotiert.
Die Wahl von Dr. Gabriela Sperl erfolgte einstimmig durch die elfköpfige Jury unter Vorsitz von Prof. Dieter Kosslick, dem langjährigen Berlinale-Direktor: „Dr. Gabriela Sperl beweist in ihrer Arbeit eine klare innere Haltung, Entschlossenheit und Mut. Als Produzentin zeichnet sie sich durch ihr besonderes Gespür für wichtige, oftmals kontroverse Themen aus, die sie in ihren filmischen Werken einer breiten Öffentlichkeit zugänglich macht. In ihrer inzwischen 40-jährigen Schaffenszeit gelang es ihr immer wieder mit ihren Produktionen wichtige gesellschaftliche Debatten anzustoßen. Ihr bisheriges Lebenswerk verdient unsere besondere Anerkennung und Würdigung mit dem Carl Laemmle Produzentenpreis“. Dr. Gabriela Sperl zeigt sich tief geehrt über die Ernennung: „Ich freue mich sehr, danke der Jury und fühle mich geehrt über die Aufnahme in den Kreis von herausragenden Kolleg:innen.“
Die Preisverleihung wird aufgrund der Corona-Lage nicht wie gehofft in der traditionellen Märzwoche stattfinden können. Von den Veranstaltern wird nun angestrebt, die feierliche Verleihung am Donnerstag, 12. Mai 2022 im Schloss Großlaupheim - vorbehaltlich der weiteren Corona-Entwicklungen - zu veranstalten.
Eva-Britta Wind, Erste Bürgermeisterin der Stadt Laupheim, bekräftigt: „Wir schauen mit Zuversicht auf den in Aussicht genommenen Veranstaltungstermin im Mai und hoffen auf eine gute Entwicklung der Corona-Lage. Es wird uns eine große Ehre sein, Dr. Gabriela Sperl als herausragende Produzentenpersönlichkeit hier in Carl Laemmles Geburtsstadt im gebührenden festlichen Rahmen für ihr filmisches Lebenswerk zu ehren.“
Dr. Christoph Palmer, CEO der Produzentenallianz, betont: „Dr. Gabriela Sperl ist eine der ganz großen Persönlichkeiten der Film- und Fernsehlandschaft in Deutschland. Als Produzentin, Dramaturgin und Drehbuchautorin versteht sie es wichtige, kontroverse Themen publikumswirksam aufzuarbeiten und wichtige Impulse zum gesellschaftlichen Dialog beizusteuern. Mit ihrem eindrucksvollen Gesamtschaffen hat sie erheblich das Bild der kreativen und unternehmerischen Produzentin geprägt.“
Zu Dr. Gabriela Sperl
Gabriela Sperl hat bei dem deutschen Historiker Thomas Nipperdey promoviert und als Assistentin an der Ludwig-Maximilians-Universität München gearbeitet. Sie arbeitete viele Jahre als freie Dramaturgin für den Bayerischen Rundfunk. Sie betreute Nachwuchs in der Drehbuchwerkstatt in Berlin und München und hielt Lehrveranstaltungen an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin GmbH (DFFB). Sie saß über Jahre im Beirat der „Lindenstraße“ und betreute Filme wie „Vater und Sohn - die Geschichte von e.o.plauen“ von Bertram von Boxberg.
Sie schrieb und machte Dokumentationen wie „Das Dreikaiserjahr“ (1988). Nach mehrjähriger Tätigkeit als freie Dramaturgin leitete Gabriela Sperl von 1998 bis 2002 den Programmbereich Musik und Fernsehspiel beim Bayerischen Rundfunk. In dieser Zeit entstanden zahlreiche erfolgreiche und prämiierte Kino- und TV-Produktionen. Auch im Bereich der Nachwuchsförderung zeigte sie weiterhin großes Engagement. Anfang Januar 2003 machte sich Gabriela Sperl als Produzentin und Autorin mit ihrer eigenen Produktions- und Projektentwicklungsfirma selbständig. Zusammen mit teamWorx produzierte sie den preisgekrönten historischen Event-Film „Stauffenberg“ von Jo Baier. 2006 wurden der Zweiteiler „Helen, Fred und Ted“ (Regie: Sherry Hormann) ausgestrahlt und „Nicht alle waren Mörder“, ein Film von Jo Baier (Regie und Buch) nach den Kindheitserinnerungen von Michael Degen. Darüber hinaus hat sich Gabriela Sperl seit vielen Jahren als Drehbuchautorin profiliert. Mit ihren erfolgreichen und preisgekrönten TV-Filmen wie „Ghettokids“ (Regie: Christian Wagner), „Bobby“ (Regie: Vivian Naefe) oder „Wer Kollegen hat braucht keine Feinde“ (Regie: Martin Enlen) „Liebe und weitere Katastrophen“ (Regie: Bernd Fischerauer) sowie „Dr. Schwarz und Dr. Martin“ (Regie: Xaver Schwarzenberger und Bernd Fischerauer) gelingt es der promovierten Historikerin immer wieder, Geschichten mit gesellschafts-politischem Anspruch zu erzählen. Sie produzierte und schrieb den erfolgreichen ARD-Zweiteiler „Die Flucht“ (Regie: Kai Wessel) mit Nico Hofmann für teamWorx.
Anfang 2006 gründeten Gabriela Sperl und der Produzent Uwe Schott eine gemeinsame Produktionsfirma. Sie produzierte „Das letzte Stück Himmel“ (Regie und Buch: Jo Baier), „Die zweite Frau“ von Hans Steinbichler und gemeinsam mit Uwe Schott „Lulu und Jimi“ (Regie: Oskar Roehler). 2007/2008 produzierte sie für teamWorx den erfolgreichen ARD Film „Mogadischu“ (Buch: Philip Remy und Gabriela Sperl, Regie: Roland Suso Richter), 2009 folgte der Film „In aller Stille“ (Buch: Ariela Bogenberger, Regie: Rainer Kaufmann), mit denen sie vorher für Bernd Burgemeister von TV 60 „Marias letzte Reise“ (Buch: Ariela Borgenberger, Regie: Rainer Kaufmann) produziert hatte. 2011 produzierte Gabriela Sperl die Kinokomödie „Oma in Roma“ (Buch: Gabriela Sperl und Jane Ainscough, Regie: Tomy Wigand) und den Debut-Kinofilm „Die Brücke am Ibar“ (Buch und Regie: Michaela Kezele). 2012 entstand u.a. der hochdekorierte, erfolgreiche Fernsehfilm „Operation Zucker“ (Regie: Rainer Kaufmann) und die Kinokomödie „300 Worte deutsch“ (Regie: Züli Aladag). 2013 produzierte Gabriela Sperl unter dem Dach von W&B „Die Spiegel Affäre“ (Regie: Roland Suso Richter), gemeinsam mit Quirin Berg und Max Wiedemann. 2014 entstand in der gleichen Konstellation der erfolgreiche ZDF-Dreiteiler „TANNBACH – Schicksal eines Dorfes“ (Regie: Alexander Dierbach), der 2016 fortgesetzt wurde. 2015 entstand mit Sherry Hormann in der Regie „Operation Zucker - Jagdgesellschaft“. Die 2016 ausgestrahlte Drama-Trilogie „Mitten in Deutschland: NSU“ (Regie: Christian Schwochow, Züli Aladağ, Florian Cossen) wurde mehrfach ausgezeichnet u.a. mit dem Grimme-Preis. Der Ost-West Dreiteiler „Preis der Freiheit“ (Regie: Michael Krummenacher) für das ZDF wurde mit dem Deutschen Fernsehpreis 2020 ausgezeichnet. Mit 10 europäischen Nachwuchsregisseur:innen produzierte sie 2019 für ZDF und ARTE „The Love Europe Project“. 2020/21 entstand die ARD-Serie „ZERV – Zeit der Abrechnung“ (Regie: Dustin Loose), die im Februar 2022 ausgestrahlt wird. Für Sky und RBB/ARD/arte produzierte Gabriela Sperl 2021 die vielbeachtete Dokumentation „Wirecard – Die Milliarden-Lüge“ (Regie: Benji und Jono Bergmann). Momentan arbeitet sie für SKY an der fiktionalen Serie: „Wirecard – oder der kälteste Punkt im Universum“ und an der Mini-Serie „Herrhausen“ für die ARD. Beide Stoffe werden 2022 produziert.
Mit ihren Produktionen wurde Gabriela Sperl mehrfach mit dem Grimme-Preis ausgezeichnet. Sie erhielt die Goldene Kamera, den Bambi, den CIVIS Medienpreis, den Deutschen Filmpreis, den Deutschen Fernsehpreis, den Bayerischen Fernsehpreis, den Baden-Badener Fernsehpreis, den Karl-Buchrucker-Preis, den 3-Sat Zuschauerpreis, den Shanghai Festival Preis, den DIVA Award und die Nymphe d’Or beim internationalen Fernsehfestival in Monte Carlo sowie den TV Award in Banff.
Preisträger 2021
Preisträger 2021

Die Verleihung des Carl Laemmle Produzentenpreises an Professor Nico Hofmann, Produzent und CEO der UFA, die im letzten Jahr Corona-bedingt abgesagt werden musste, wird am Freitag, 29. Oktober 2021 in Laupheim nachgeholt. Dies haben die Veranstalter, Stadt Laupheim und Produzentenallianz, aufgrund der aktuellen guten Entwicklung der Corona-Lage entschieden. Die Preisverleihung soll auch ein starkes Signal des Wiederauflebens des kulturellen Lebens und der durch die Pandemie stark betroffenen Filmbranche aussenden, bekräftigen Laupheims Oberbürgermeister Gerold Rechle und Dr. Christoph Palmer, CEO der Produzentenallianz.
Mit der Auszeichnung wird Professor Nico Hofman für sein bisheriges herausragendes Gesamtschaffen als Produzent geehrt. „Nico Hofmann steht für einige der erfolgreichsten Filme und Serien der letzten zwei Jahrzehnte. Sein besonderes Gespür für die richtigen Themen zum richtigen Zeitpunkt zeichnet ihn als Produzenten aus. In seinen Werken geht es ihm immer auch darum Position zu beziehen, Haltung zu zeigen und Diskussionen anzustoßen. Kaum einem Produzenten gelingt so kontinuierlich die Gratwanderung zwischen Anspruch und Massentauglichkeit“, begründet der Juryvorsitzende und ehemalige Berlinale-Direktor Professor Dieter Kosslick die einstimmige Juryentscheidung.
Die Preisverleihung wird selbstverständlich unter Beachtung der Hygieneauflagen im angepassten, festlich-feierlichen Rahmen im Schloss Großlaupheim stattfinden. Es werden rund 200 geladene Gäste aus Film, Kultur und Wirtschaft erwartet. Die renommierte Schauspielerin Dr. Maria Furtwängler wird am Abend der Preisverleihung als langjährige Weggefährtin des Preisträgers die Laudatio halten.
Einen besonderen Dank richten die Veranstalter an die wichtigen Sponsoren und Förderer, die dem Carl Laemmle Produzentenpreis die Treue halten.
Preisträger 2019
Preisträger 2019
Stefan Arndt wird als herausragende Produzentenpersönlichkeit mit dem Carl Laemmle Produzentenpreis 2019 ausgezeichnet. Das gaben die Initiatoren, die Produzentenallianz und die Stadt Laupheim, heute bekannt. Damit wird der renommierte Filmproduzent für sein bisheriges produzentisches Gesamtschaffen geehrt.
Die nach dem Filmpionier und Gründervater Hollywoods – Carl Laemmle – benannte, mit 40.000 Euro dotierte Auszeichnung, wird dem gebürtigen Münchner am Freitag, 15. März 2019, im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung in Laupheim, dem schwäbischen Geburtsort Laemmles, übergeben. Zum Festakt im Schloss Großlaupheim werden rund 500 geladene Gäste aus Film, Kultur und Wirtschaft erwartet.
Laudatio auf Stefan Arndt wird der ehemalige Regierende Bürgermeister Berlins, Klaus Wowereit, halten. „Die diesjährige Auszeichnung mit dem Carl-Laemmle-Preis der Produzentenallianz erfüllt mich mit großer Freude, ein wenig Stolz, aber vor allem - bei dem Blick auf das Lebenswerk des Namenspaten - mit großer Demut“, so Stefan Arndt. „Carl Laemmle zählt zu den Gründungsvätern von Hollywood und der US-amerikanischen Filmindustrie. Das Fundament dieser Industrie besteht aus grenzenloser Kreativität und der Begeisterung für das Unterhalten von Millionen an Zuschauern. Ideenreichtum und schöpferische Energie waren, sind und bleiben die Hauptressource für eine Kreativwirtschaft als Industrie der Zukunft – heute hier in Deutschland genauso wie damals in Hollywood. Und an einem Ausbau dieser Kreativindustrie müssen wir auf allen Ebenen weiterarbeiten. Und wie sagte Laemmle immer und immer wieder: „It can be done!“ - Ich freue mich sehr und danke der Produzentenallianz von Herzen.“
Die Wahl von Stefan Arndt erfolgte einstimmig durch die neunköpfige Jury des Carl Laemmle Produzentenpreises. Die von den Gesellschaftern Produzentenallianz und Stadt Laupheim paritätisch benannte Jury besteht seitens der Filmwirtschaft aus Prof. Carl Bergengruen (Geschäftsführer der MFG Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg), Hansjörg Füting (Produzent, Gesellschafter der neue deutsche Filmgesellschaft), Dr. Christoph Palmer (Geschäftsführer der Produzentenallianz) sowie Prof. Bettina Reitz (Präsidentin der Hochschule für Fernsehen und Film München) und seitens Laupheim aus Adrian Kutter (Begründer der Biberacher Filmfestspiele), Gerold Rechle (Oberbürgermeister der Stadt Laupheim), Dieter Ulrich (Vertreter des Laupheimer Unternehmerkreises) sowie Günther Wall (Vertreter des Bundes der Selbständigen Laupheim).
Juryvorsitzender ist Martin Moszkowicz (Vorstandsvorsitzender der Constantin Film AG und Vorstandsmitglied der Produzentenallianz). „Stefan Arndt ist ein großer Künstler, Visionär und Macher. Er zaubert mit großem Einsatz und klarer Entschlossenheit. Ein Non-Konformist wie er im Buche steht mit einem untrüglichen Gespür für Talent und Qualität. So bringt er höchst komplexe, deutschsprachige und internationale Produktionen ins Kino und erschafft ganz besondere Filmereignisse, die Generationen von Zuschauern auf der großen Leinwand beeindrucken“; erläutert Martin Moszkowicz die Juryentscheidung und fügt hinzu „Und gerade hat Stefan Arndt mit der aufwendigen Krimi-Serie „Babylon Berlin“ auch eindrucksvoll gezeigt, dass diese besonderen Filmmomente auch für die Zuschauer in den Wohnzimmern umsetzbar sind.
Stefan Arndt ist ein Alchemist, ein wahrer Überzeugungstäter unseres Metiers." Alexander Thies, Vorsitzender der Produzentenallianz: „Stefan Arndt führt uns immer wieder vor Augen wie künstlerischer Anspruch und Publikumserfolg nahtlos zusammengehen: LOLA RENNT, GOOD BYE, LENIN! oder DAS WEISSE BAND, um nur einige der Filme zu nennen, die sich in die Herzen der Zuschauerinnen und Zuschauer einbrannten. Beeindruckend ist mit welcher Kontinuität Stefan Arndt dies die letzten 25 Jahre gelungen ist. Ich möchte mir wünschen, dass auch junge Produzenten seinem Impetus folgen und damit den Beruf des Filmproduzenten im Sinne des Leitbildes der Produzentenallianz weiter bekräftigen.“
Dr. Christoph Palmer, Geschäftsführer der Produzentenallianz: „Keine Frage, Stefan Arndt beweist immer wieder das richtige Gespür für erfolgreiche Filmideen. Doch bei Stefan Arndt kommt etwas ganz Entscheidendes hinzu: unternehmerischer Weitblick. Dieser zeigt sich schon früh zu Beginn seiner Karriere mit der Gründung des einmaligen Kreativzusammenschlusses „X Filme Creative Pool“ und der klugen Entscheidung parallel einen eigenen „X Verleih“ aufzubauen. Mit diesen einmaligen kreativen Netzwerken legte Stefan Arndt selbst den Grundstein für seinen weiteren Erfolg, durch den er seit den 90iger Jahren zu einer der prägenden Produzentenpersönlichkeiten des deutschen Kinos wurde.“
Gerold Rechle, Oberbürgermeister der Stadt Laupheim: „Wir freuen uns sehr, dass die Wahl in diesem Jahr auf Stefan Arndt gefallen ist, dessen Produktionen auch international großes Ansehen genießen und das Publikum jedes Mal aufs Neue begeistern. Großartige Filme brauchen einen starken Produzenten im Hintergrund, der kreativen Mut zulässt und auch wirtschaftliche Herausforderungen nicht scheut. Hiermit steht dieser leidenschaftliche Filmemacher in bester Tradition des gebürtigen Laupheimers und Hollywood-Visionärs Carl Laemmle. Die Stadt Laupheim freut sich darauf, zum dritten Mal dem Carl Laemmle Produzentenpreis einen würdigen Rahmen zu bieten.“
Über Stefan Arndt:
Stefan Arndt, 1961 in München geboren, gründete 1994 zusammen mit den Regisseuren Tom Tykwer, Dani Levy und Wolfgang Becker die unabhängige Produktionsfirma X Filme Creative Pool, für dessen Filme er als Produzent (u.a. „Lola rennt“, „Good Bye, Lenin!“, „Liebe“, „Cloud Atlas“, „Das weiße Band“) agiert.
Im Jahr 2000 gründete Stefan Arndt zusammen mit Manuela Stehr die X Verleih AG, deren Vorstand er bis heute angehört. Er war Mitbegründer des Berliner Sputnik-Kollektivs sowie Gründungsmitglied der Deutschen Filmakademie, deren Vorstandsvorsitzender er bis November 2009 war. 2016 übernahm er die Leitung der Regieabteilung der Hochschule für Fernsehen und Film München.
Ab Mitte der 1990er Jahren stieg Stefan Arndt zu einer prägenden Persönlichkeit des deutschen Kinos auf: So realisierte er bis 2004 sämtliche Filme von Tom Tykwer ("Winterschläfer", 1997; "Lola rennt", 1998; "Der Krieger und die Kaiserin", 1999; "Heaven", 2002;), 2010 dessen „3 (Drei)“ sowie „Ein Hologramm für den König“ (2016, u.a mit Hollywood-Star Tom Hanks). 2012 folgte die Verfilmung des Welt-Bestsellers „Cloud Atlas“ (Regie: Tom Tykwer, Lana und Lilly Wachowski). Dazu kamen Dani Levys "Stille Nacht - Ein Fest der Liebe“ (1995), "Meschugge" (1998), "Väter" (2002), „Alles auf Zucker“ (2004) und "Mein Führer - Die wirklich wahrste Wahrheit über Adolf Hitler", 2007) sowie die Wolfgang-Becker-Filme "Das Leben ist eine Baustelle" (1997), "Good Bye, Lenin!" (2003) und „Ich & Kaminski“ (2015).
Zu Arndts weiteren Produktionen gehören unter anderem "Absolute Giganten" (1998, Regie: Sebastian Schipper), "Agnes und seine Brüder" (2004, Regie: Oskar Roehler), „Das finstere Tal“ (Regie: Andreas Prochaska), die Fallada-Verfilmung „Jeder stirbt für sich allein“ (2016, Regie: Vincent Perez), „Vor der Morgenröte“ (2016, Regie Maria Schrader) sowie „Frantz“ (2016, Regie: François Ozon).
Das international vielfach preisgekrönte Drama "Das weiße Band – Eine deutsche Kindergeschichte" markierte vor zehn Jahren Arndts erste Zusammenarbeit mit dem Regisseur Michael Haneke. Nach dem überragenden Erfolg dieses Films produzierte er 2012 auch dessen Familiendrama „Amour (Liebe)“ mit Isabelle Huppert und Jean-Louis Trintignant in den Hauptrollen. Mit Huppert und Trintignant folgte 2017 dann das Familien-Drama „Happy End“ –auch aus der Feder von Michael Haneke.
Im gleichen Jahr sorgte die Krimi-Serie „Babylon Berlin“ (Buch & Regie: Tom Tykwer, Henk Handloegten, Achim von Borries) für internationales Aufsehen – in diesem Jahr folgt bereits die dritte Staffel dieser Erfolgsserie. 2018 erschien der Kinofilm „Zwei Herren im Anzug“ (Regie & Drehbuch: Josef Bierbichler). Vor kurzem erst wurden die Dreharbeiten der ZDF-Kinokoproduktion „Die Känguru-Chroniken“ (Regie: Dani Levy) beendet.
Im Laufe seiner beispiellosen Karriere nahm Stefan Arndt zahlreiche Auszeichnungen entgegen, darunter den begehrten Oscar in der Kategorie Best Foreign Language Film („Liebe“, 2012). Zu den weiteren Auszeichnungen gehören die Palme D’Or, der Golden Globe, der Deutsche Filmpreis, der Europäische Filmpreis, der Bayerische Filmpreis, der César, der Critics Choice Movie Award und weitere. 2016 nahm Stefan Arndt beim Deutschen Filmpreis den „Bernd Eichinger Preis“ entgegen.
Als begeisterter Cineast betreibt Stefan Arndt neben seiner filmischen Tätigkeit noch Programm- und Off-Kinos in Hamburg und Potsdam.
(Foto: Christine Halina Schramm)
Preisträgerin 2018
Preisträgerin 2018
Der von der Allianz Deutscher Produzenten – Film & Fernsehen e.V. (kurz: Produzentenallianz) und der Stadt Laupheim ausgerichtete Produzentenpreis würdigt Regina Ziegler für ihr bisheriges Lebenswerk
Regina Ziegler wird als herausragende Produzentenpersönlichkeit mit dem Carl Laemmle Produzentenpreis 2018 ausgezeichnet. Das gaben die Initiatoren, die Produzentenallianz und die Stadt Laupheim, bekannt. Damit wird die leidenschaftliche Filmemacherin für ihr bisheriges Lebenswerk geehrt.
Die nach dem Filmpionier und Gründervater Hollywoods – Carl Laemmle - benannte, mit 40.000 Euro dotierte Auszeichnung wird der Berlinerin am Freitag, 16. März 2018, im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung in Laupheim, dem schwäbischen Geburtsort Laemmles, übergeben. „Ich war auf dem Rückflug von Los Angeles nach Berlin und machte Station in New York. Ausgerechnet dort erreichte mich der Anruf mit der Nachricht, dass ich den Preis erhalte. Deutsch-amerikanischer geht es gar nicht – auf diese Weise und an diesem Ort zu erfahren, dass man zur Trägerin eines Preises geworden ist, der nach Carl Laemmle, einem berühmten Deutsch-Amerikaner benannt ist“, so Regina Ziegler. „Persönlichkeiten wie Carl Laemmle zeigen uns nicht nur, wohin und wie weit man gehen kann, wenn man Erfolg haben will. Sie sagen uns auch, woher wir kommen. Sie erinnern uns an die Ursprünge. Sie zeigen uns, was möglich ist. Je genauer wir das wissen, desto leichter gehen wir in die Zukunft.“
Mit geliehenem Geld und großem persönlichen Engagement produzierte Regina Ziegler 1973 ihren ersten Film: „Ich dachte, ich wäre tot“ von Wolf Gremm, ihrem späteren Ehemann. Im Laufe ihrer fast 45-jährigen Produzententätigkeit folgten um die 500 Produktionen für Film und Fernsehen sowie zahlreiche wichtige Auszeichnungen. Darunter der Bundesfilmpreis und der Preis des Verbandes deutscher Filmkritiker, den sie für „Ich dachte, ich wäre tot“ (Regie: Wolf Gremm) erhielt. Für „Heinrich“ wurde sie mit der höchsten deutschen Auszeichnung des Deutschen Films – der Goldenen Schale – geehrt. Die von ihr produzierte erste deutsche, horizontale Miniserie „Weissensee“ bekam zweimal den Deutschen Fernsehpreis und 2016 den Grimme-Preis. Im gleichen Jahr erhielt Regina Ziegler die Ehren-Lola für herausragende Verdienste um den Deutschen Film und in Österreich die Romy in Platin für ihr Lebenswerk.
Regina Ziegler und Tanja Ziegler leiten die Produktionsfirmen Ziegler Film in Berlin, Köln, München und Baden-Baden und betreiben das Berliner Kino filmkunst 66.
Regina Ziegler wurde für ihre einzigartige Produzententätigkeit u. a. mit der Berlinale-Kamera (2004), dem Denver Obelisk vom Denver International Film Festival (1997), dem Bundesverdienstkreuz 1. Klasse (1998), dem Adolf-Grimme-Preis (1999 & 2016), dem American Cinema Foundation Freedom Award, dem Innocence in Danger Award (2008), dem International Emmy Award und der Goldenen Nymphe in Monte Carlo für den Dreiteiler „Die Wölfe“ (2009) sowie dem Prix Europa Lifetime Achievement Award (2012) und der Goldenen Erbse (2016) für soziales und kulturelles Engagement ausgezeichnet.
Das Museum of Modern Art in New York würdigte ihr Schaffen 2006 mit einer Retrospektive. Sie war die erste Produzentin weltweit und nach Rainer Werner Fassbinder (posthum), die zweite Filmschaffende aus Deutschland, der diese Ehrung zu Teil wurde.
Im Laufe ihrer beeindruckenden Karriere arbeitete sie fürs Kino mit Regisseuren wie u.a. Volker Schlöndorff („Return to Montauk“), Jo Baier („Henri 4“), Nico Hofmann („Solo für Klarinette“), Susan Seidelman („The Dutch Master“), , Detlev Buck („Der Elefant vergisst nie“), Mika Kaurismäki („Sambolico“), Andrzej Wajda („Korczak“), Krzysztof Zanussi („A year of the quiet sun)“, Ulrich Schamoni („Chapeau Claque“), Jos Stelling („Der Wartesaal“, „Die Tankstelle“, „Die Passage“), Jeanine Meerapfel („Malou“), Nicolas Roeg („Hotel Paradise“) – und immer wieder mit Wolf Gremm, mit dem sie mehr als ein Dutzend Kino- & Fernsehfilme (u.a. „Fabian“, „Kamikaze 1989“ oder „Im Fluss des Lebens“) produzierte.
Zu den kommenden Projekten gehören Verfilmungen der Bestsellerromane von Sebastian Fitzek „Abgeschnitten“ und „Passagier 23“. Des Weiteren die Kinoverfilmung des erfolgreichen Musicals „Ich war noch niemals in New York“ mit den Songs von Udo Jürgens unter der Regie von Philipp Stölzl sowie die Fernsehreihe „Kommissarin Heller“. Im Oktober 2017 erschien ihre Autobiografie „Geht nicht gibt’s nicht – Mein filmreiches Leben“.
Preisträger 2017
Preisträger 2017
Sein Name ist untrennbar verbunden mit großen Blockbustern, fantastischen Science Fiction Spektakeln und gigantischen Weltuntergangsszenarien: Roland Emmerich. Der Produzent, Drehbuchautor und Regisseur aus dem schwäbischen Sindelfingen wagte nach ersten Erfolgen in der deutschen Filmbranche den Sprung über den großen Teich und schaffte es, sich mit dem Jean Calude Van Damme Film "Universal Soldier" in Hollywood zu etablieren.
Seither gilt er als Garant für spannungsgeladene Filme, die das Publikum in die Kinositze fesseln:
- 1994: Stargate
- 1996: Independence Day
- 1998: Godzilla
- 2000: Der Patriot (The Patriot)
- 2004: The Day After Tomorrow
- 2008: 10.000 B.C.
- 2009: 2012
- 2011: Anonymus (Anonymous)
- 2012: Dark Horse (Fernsehfilm)
- 2013: White House Down
- 2015: Stonewall
- 2016: Independence Day: Wiederkehr (Independence Day: Resurgence)
Für diese Filme schrieb er nicht nur die Drehbücher und führte Regie, sondern tritt mit seiner 1985 gegründeten Produktionsfirma "Centropolis Entertainment" auch als Produzent ein. Neben seinen eigenen Filmen produzierte er:
- 1999: The 13th Floor – Bist du was du denkst? (The Thirteenth Floor)
- 2002: Arac Attack – Angriff der achtbeinigen Monster (Eight Legged Freaks, EP)
- 2007: Trade – Willkommen in Amerika (Trade)
- 2011: Hell (EP)
- 2012: Last Will & Testament (Dokumentarfilm, EP)
- 2014: 35 Cows and a Kalashnikov (Dokumentarfilm, EP)
Abseits des Film- und Fernsehgeschehens engagiert Emmerich sich auch sozial. So saß er in der Jury, die bei der Auswahl eines universellen Logos für Menschenrechte half. Er unterstützt die LGBT-Bewegung in den USA, ist an Projekten zur Unterstützung von Frauen in der Dritten Welt beteiligt und nutzt seine Filme, um auf die globale Erwärmung, Klimawandel und (als ehemaliger Kettenraucher) auf die Gefahren von Tabakkonsum aufmerksam zu machen.
Ein Schwabe mit einem Hang zum Fantastischen und sozialem Bewusstsein - die Jury hat mit Roland Emmerich einen Preisträger gekürt, der die Ideale von Carl Laemmle in unserer heutigen Zeit weiterlebt.
Am 17. März 2017 wurde Roland Emmerich in Laupheim der erste Carl Laemmle Produzentenpreis verliehen.






