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Entschädigung bei der Tierseuchenkasse beantragen

Vom Land und der Tierseuchenkasse erhalten Sie Entschädigungen für tiergesundheitsrechtliche Maßnahmen und Tierverluste. Die Entschädigungen richten sich nach den Vorschriften des Tiergesundheitsgesetzes. Tierhalterinnen und Tierhalter können Entschädigungszahlungen für privat, beruflich oder gewerblich gehaltene Tiere folgender Tierarten erhalten:

  • Pferde
  • Rinder (einschließlich Bisons, Wisente und Wasserbüffel)
  • Schweine
  • Schafe
  • Ziegen
  • Geflügel
  • Gehegewild
  • Bienen
  • Fische

Grundlage für die Höhe der Entschädigung ist der allgemeine Wert des Tieres. Dies ist der Geldbetrag (ohne Mehrwertsteuer), den Sie aufwenden müssen, um ein gleichwertiges Tier am Tag des Schadens zu erwerben. Grundlage sind beispielsweise die Preise der Zuchtviehmärkte. Der Wert des Tieres ändert sich nicht, wenn das Tier erkrankt ist, beispielsweise an einer Seuche leidet. Nach dem Tiergesundheitsgesetz gelten je nach Tierart unterschiedliche Höchstsätze pro Tier. Fische werden entschädigt, wenn sie bei beim Auftreten exotischer Fischseuchen auf amtliche Anordnung getötet werden und die sonstigen tiergesundheitsrechtlichen Voraussetzungen erfüllt sind.

Zuständigkeit

  • für die Antragstellung: das Veterinäramt
    Veterinäramt ist,

    • wenn Sie in einem Stadtkreis wohnen: das Bürgermeisteramt
    • wenn Sie in einem Landkreis wohnen: das Landratsamt

  • für die Bearbeitung und Auszahlung der Entschädigung: die Tierseuchenkasse

Voraussetzungen

Als Tierhalterin oder Tierhalter

  • müssen Sie bei Ihrer Meldung an die Tierseuchenkasse die korrekte Anzahl der Tiere angegeben haben,
  • müssen Sie die Beiträge zur Tierseuchenkasse pünktlich bezahlt haben,
  • müssen Sie den Ausbruch der Tierseuche unverzüglich gemeldet haben,
  • dürfen Sie gegen keine Gesetze verstoßen haben (z.B. gegen Verfütterungsverbote von bestimmten Substanzen) und
  • dürfen Sie zum Zeitpunkt des Kaufes der Tiere nicht gewusst haben, dass die Tiere mit einer Seuche infiziert sind.

Unterlagen

  • Antrag auf Entschädigung
  • Nachweis der Seuche
  • Dokumentation des Tierverlustes

Ablauf

Sie müssen sofort das für Sie zuständige Veterinäramt informieren, wenn Sie eine Seuche vermuten.

Nachdem Sie die angeordneten tiergesundheitsrechtlichen Maßnahmen erfüllt haben, können Sie Ihren Antrag beim Veterinäramt einreichen. Eine solche Maßnahme ist zum Beispiel die Tötung einzelner Tiere oder des ganzen Bestandes und die Reinigung und Desinfektion des Stalles.

Das Antragsformular steht Ihnen auch auf der Internetseite der Tierseuchenkasse zum Download zur Verfügung.

Kosten

keine

Frist

Sie müssen den vollständigen Antrag spätestens 30 Tage nach der Tötung der Tiere bei der zuständigen Stelle einreichen. Wurde der ganze Bestand getötet, müssen Sie den Antrag spätestens 30 Tage nach Tötung des letzten Tieres abgeben.

Formulare

Rechtsgrundlagen

Zuständige Behörden

Landratsamt Biberach
Rollinstraße 9
88400 Biberach an der Riß
Tel:07351/52-0
Fax:07351/52-5350
Landratsamt Biberach
Landratsamt Biberach
Tierseuchenkasse Baden Württemberg
Hohenzollernstr. 10
70178 Stuttgart
Tel:0711/9673-60
Fax:0711/9673-700

Lebenslagen

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Freigabevermerk

Dieser Text entstand in enger Zusammenarbeit mit den fachlich zuständigen Stellen. Das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz hat dessen ausführliche Fassung am 23.10.2017 freigegeben.

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