Krisenmanagement: Laupheim

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Krisenmanagement

Krisenmanagement in Laupheim und den Ortsteilen

Aktuell werden wir als Gesellschaft sowie jede und jeder Einzelne sehr stark mit dem Thema Krisen konfrontiert. Natürlich beschäftigt dieses Thema auch die Stadtverwaltung intensiv, da auch die Kommune so krisensicher wie möglichst aufgestellt sein sollte. Aus diesem Grund werden seit Sommer 2022 verschiedene Vorbereitungen getroffen und umgesetzt. Auf dieser Seite erhalten Sie Informationen rund um das Krisenmanagement in Laupheim und den Ortsteilen. 

Wichtig ist, dass eine Krise in den seltensten Fällen konkret vorherzusehen ist, sondern zumeist plötzlich eintritt. Auch die Art und Weise einer Krise kann gänzlich unterschiedlich aussehen. So können die Auswirkungen von massiven Unwettern oder die Resultate von Unfällen zu Krisensituationen führen. Hierbei müssen die Reaktionen auf die Krise so exakt wie möglich auf die jeweiligen Situationen angepasst und durchgeführt werden. Um Krisen möglichst gut zu bewältigen, braucht es idealerweise eine belastbare, stabile und zugleich klare Struktur. Genau diese Strukturen werden derzeit von der Stadtverwaltung weiter ausgebaut und optimiert. Auf dieser Seite finden Sie Informationen zur Vorbereitung auf Krisen. 

Wichtig ist, dass jede und jeder Einzelne etwas tun kann, um sich vor potenziellen Krisen zu wappnen. Hierbei gibt die Internetseite des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) eine genaue Übersicht, was im Voraus vorbereitet werden kann. 

So ist es ratsam, daheim eine Notfallversorgung anzulegen. Neben Lebensmitteln und ausreichend Wasser, sollten beispielsweise benötigte Medikamente für mindestens 14 Tage vorrätig sein. Wer ein Haustier hat, sollte auch an dieses denken und auch für dieses einen Vorrat anlegen. Ob in der Vorbereitung oder im Notfall, das wichtigste ist, Ruhe zu bewahren. Daher ist es ratsam, erst die bereits vorhandenen Ressourcen zu überprüfen und sich nach und nach einen Vorrat anzulegen. Hier finden Sie eine genaue Übersicht zum Thema Notfallbevorratung

Eine Notfallsituation muss nicht immer eine großflächiges Ereignis sein. So kann es beispielsweise aufgrund eines Brandes auch zum Notfall kommen, der die Bewohnerinnen und Bewohner zwingt, das Haus zu verlassen. Um auch für solche Fälle vorbereitet zu sein, schlägt das BBK die Sicherung wichtiger Dokumente sowie die Vorbereitung von Notgepäck vor. Hier finden Sie zu weitere Informationen zu den Themen Notgepäck und Dokumentensicherung

Das BBK gibt auf seiner Homepage weitere Informationen zum richtigen Verhalten bei Extremwetter sowie bei Stromausfall. Auf der Seite des BBK stehen noch weitere Informationen rund um die Themen Krisen und Bevölkerungsschutz bereit. 

 

Neuausrichtung und Spezialisierung des Verwaltungsstabes

Seit Sommer 2022 werden verschiedene Vorbereitungen und Maßnahmen getroffen, damit die Stadtverwaltung noch widerstandsfähiger gegenüber Krisensituationen wird. Wichtigste Maßnahme ist hierbei die Etablierung und Neuausrichtung des Verwaltungsstabes. Dieser umfasst dabei nicht nur das Thema Blackout, sondern versucht möglichst umfassend unterschiedlichste Krisensituationen abzudecken. Somit gehört zu den wichtigsten Aufgaben des Verwaltungsstabes eine möglichst weitsichtige sowie umfassende Vorbereitung auf eine Krisensituation und deren Bewältigung. Der Verwaltungsstab besteht aus der Stabsleitung, acht Stabsbereichen und einem Lageteam. Der Verwaltungsstab tagt aktuell im Rahmen der Aufstellungs- und Übungsphase in regelmäßigen Abständen, wobei ein Austausch über die aktuellen Anforderungen, Probleme und Lösungsmöglichkeiten stattfindet. Nach der Aufstellungs- und Übungsphase kommt der Verwaltungsstab in Krisensituationen zusammen.

Weitere Investitionen für den Bevölkerungsschutz

Um den Bevölkerungsschutz weiter zu stärken und auszubauen, wurde 2023 für die Bereiche Sach- und Dienstleistungen sowie Transferaufwendungen ein Etat von 123.000 Euro eingeplant. Für den Kauf von mobilen Tankanlagen, Notstromgeneratoren oder Notheizungen sind noch einmal knapp 125.000 Euro eingeplant.

Gesicherte Kommunikation im Krisenfall durch Satellitentelefon und -internet

Um eine unübersichtliche Situation schnell und effektiv einzuschätzen und ordnen zu können, ist die Kommunikation ein enorm wichtiger Faktor. Die gewohnten Kommunikationswege über Festnetz, Mobiltelefon oder Internet sind jedoch im Ernstfall – beispielsweise durch einen längeren Stromausfall oder durch Unwetter ausgelöst – nicht mehr verfügbar. Um dann weiterhin erreichbar zu sein und sich genauso über das betroffene Gebiet hinaus mitteilen zu können, sichert die Stadtverwaltung die Kommunikation zusätzlich über ein Satellitentelefon. Dadurch kann der Austausch zwischen Nachbarkommunen, Behörden und Leitstellen auch dann noch sichergestellt werden, selbst wenn die Stromversorgung und das öffentliche Telekommunikationsnetz ausfallen sollten. Das Satellitentelefon gehört zum mobilen Satelliten-Notfall-Koffer der Netze BW.  Der handliche, stoßfeste Koffer beinhaltet unter anderem eine selbstausrichtende SAT-Antenne, ein WLAN-Telefon und ein Analog-Telefon sowie einen leistungsstarken Akku mit verschiedenen Lademöglichkeit. Der mobile Satelliten-Notfall-Koffer befindet sich derzeit bei der Laupheimer Feuerwehr, wird aber im Ernstfall im Rathaus zum Einsatz kommen. So ist vorgesehen, dass das Rathaus der zentrale Anlaufpunkt bei Krisensituationen sein soll.

Informationen zum Notfunkkonzept

Um eine Krise gut und sicher zu bewältigen, ist die Kommunikation ein wichtiger und unverzichtbarer Aspekt. Dies gilt umso mehr, wenn ein Extremfall eintritt, der sowohl die Stromversorgung als auch das Telekommunikationsnetz lahmlegt. Sollte ein solcher Extremfall eintreten und sowohl die Stromversorgung und die Kommunikationsmöglichkeiten über Internet, Festnetz und Mobilfunk ausfallen, ist es wichtig, auch für die Bevölkerung Anlaufpunkte zu bieten. Umso erfreulicher war es, dass nun zwischen der Stadtverwaltung und den Mitglieder des Ortsverbandes Laupheim P 49 des DARC (Deutscher Amateur-Radio-Club e.V.) eine Kooperation besteht. Die Amateurfunker sind in Laupheim und Umgebung gut vertreten und können per Funk, auch wenn alles anderen Kommunikationssystem ausfallen, noch Signale senden und empfangen. Hierbei kann sowohl Sprechfunk, als auch Daten und sogar Bilder übermittelt werden.

Sollte es nun zu einem länger anhaltenden und umfassenden Kommunikationsausfall kommen, so können sich die Bürgerinnen und Bürger im Notfall direkt an die Amateurfunker wenden. Diese nehmen die Nachricht auf und setzen per Funk einen Notruf ab.  Einer der Funker bezieht im Feuerwehrhaus Stellung, um dort die eingehenden Nachrichten zu bündeln und diese an die Einsatzkräfte direkt weiterzugeben. Damit die Bürgerinnen und Bürger wissen, wo im Notfall ein Funker zu erreichen ist, erhält jeder Funker ein Plakat. Das Plakat wird im Falle einer Krise von den Funkern öffentlich ausgerollt, damit die Bürgerschaft weiß, dass hier ein Notsignal abgesetzt werden kann. Die Stadt Laupheim und die Mitglieder des Laupheimer Ortsverbandes P 49 wollen ihre Kooperation auch langfristig weiterhin beibehalten und pflegen.

Hier finden Interessierte weitere Informationen über den Amateurfunk sowie den Ortsverband Laupheim P 49.

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